Auf der Nadelspitze – Ein Beutel. Mit Henkeln.

Ich habe die Urlaubsabende genutzt, um mal wieder ein Häkelprojekt zu starten. Eine Tasche für unfertige Projekte soll es werden, damit die Hände in untätigen Momenten unterwegs was zu tun haben. Zum Glück war ich im Urlaub nicht die einzige, die Nadeln und Wolle dabei hatte, und so strickten und häkelten die Damen, während die Herren Skat spielten und ab und zu vorsichtig Interesse am Fortgang der Handarbeiten zu zeigen versuchten. Das klassische Rollenbild also, war sehr lustig.

Die Henkel fehlen noch und ich habe leider ein wenig Versatz in den grauen Musterrunden produziert, aber es geht gut von der Hand und macht viel Spaß. Die Anleitung stammt aus diesem Buch.

Wichtelwerkstatt

So chaotisch sieht es im Moment auf unserem Couchtisch aus:

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Überhaupt macht der gesamte Raum den Eindruck, als hätte ich ein Wollgeschäft überfallen. Hier sitze ich Abend für Abend, gemütlich in die Decken gekuschelt, und häkle/ stricke/ nähe was das Zeug hält. Erst die kniffligen Sachen, bei denen Maschen zu zählen sind, dann die einfacheren, wo es nur noch geradeaus geht, dann…chrrrrrrr.

Leider kann ich die aktuellen Projekte nicht zeigen, denn die zu Beschenkenden lesen mit. Aber ich habe noch eine Kleinigkeit für die Motte geplant, die zwar noch nicht weiß, was Weihnachten ist, aber mit Energie und Begeisterung Kisten, Körbe, Taschen auspackt. Vor einem Weihnachtspäckchen wird sie nicht Halt machen.

Mal schauen, ob die Zeit noch reicht, um alles fertigzubringen. Aber solange ein genügend großer Vorrat an Tee, Schokolade und Kerzen im Haus ist, bin ich guter Dinge.

Einen schönen 3. Advent wünscht Euch

Ailis

Weihnachtsgabe No. 2 – Seidenhase & Tee

Letztes Jahr um diese Zeit bin ich – mit meinem noch sehr kleinen Mädchen im Tuch – über eine Kreativmesse geschlendert. Ein Stand hatte es mir dabei besonders angetan: dort gab es schönste handgesponnene Angorawolle in leuchtenden und in Naturfarben und allerfeinste Strickwaren. Als ich nun auf der Suche nach einem Geschenk für meine Schwägerin war, die schon einige Jahre länger als ich strickt und häkelt, ist mir Seidenhase wieder eingefallen. Also habe ich so ein Luxus-Knäuel bei Claire Metz bestellt und – weil ich eigentlich am liebsten selbstgemachte Dinge verschenke – noch eine Chaimischung hergestellt. Das Rezept stammt aus diesem Buch, und meine Küche hat geduftet wie ein orientalischer Basar. Noch ein klein wenig Schokolade dazu und fertig ist die Tüte voll Wohlgefühl.

PS: Hallo Pfefferschote, schön dass Du da bist!

Auf der Nadelspitze – Brombeerschal mit Hindernissen

Das hier ist mein allererstes ernstzunehmendes Strickwerk: ein dicker, warmer Schurwollschal mit einer Perlmustervariation. Die Anleitung stammt von Naturkinder, auch an die Wollempfehlung (Ragazza Lei von Lana Grossa) habe ich mich gehalten, nur einen helleren Ton gewählt, der besser zu meinem Wintermantel passt.

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Eine geschlagene Stunde habe ich gebraucht, um erstmal die Anfangsmaschen auf die Nadel zu bekommen (ein Hoch auf Youtube!) und nun führe ich fleißig Strichliste, weil ich sonst keine Ahnung hätte, welche Masche ich wie abstricken müsste. Nachdem ich das erste Knäuel fast aufgebraucht hatte, habe ich alles wieder aufgeribbelt, weil ich die Randmaschen vergessen hatte. Den hübschen Kettmaschenrand habe ich mir hier abgeguckt. Gestern Abend dann schien das Muster plötzlich in die entgegengesetzte Richtung zu laufen…

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Trotz aller Startschwierigkeiten und Schönheitsfehler freue ich mich auf das fertige Stück. Irgendwann in ferner Zukunft sollen einmal Mützen, Handschuhe, Pullis und Strickjacken für Klein und Groß von der Nadel hüpfen. Bis dahin heißt es wohl üben. Es ist ja schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

 

PS: Hallo Miss Traurig, hallo Pushitnews. Schön, dass ihr da seid!