Weihnachtsgabe

Ist es erstmal bitterkalt,

gehn wir in den Winterwald.

Füttern Hase, füttern Reh,

denn der Hunger, der tut weh.

Die Hasen bekommen gelbe Rüben,

Heu für die Rehe liegt dort drüben.

Sie lassen es sich tüchtig schmecken,

schnell weg, wir wollen sie nicht erschrecken!

Ich wünsche allen Lesern ein friedvolles Weihnachtsfest voller Wunder und Licht.

Lasst uns der Dunkelheit all die Liebe und Wärme entgegensetzen, die wir in uns tragen.

Herzlichst, Ailis

Morgen kommt der Weihnachtsmann

Dieses Jahr liege ich erstaunlich gut in der Zeit. Alle Gaben an meine Lieben liegen fertig verpackt unterm Tannenbaum, und das schon eine ganze Weile. Am liebsten würde ich ja nur Selbstgemachtes verschenken, aber realistisch betrachtet war das dieses Jahr nicht drin. Die Omas und Opas bekommen mit bunten Kinderhänden bedruckte Geschirrtücher, und auch ein paar meiner Bienenwachskerzen warten auf ihren Einsatz.

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In den letzten Tagen habe ich mich in aller Ruhe dem allerletzten Projekt gewidmet, das ich schon lange im Kopf habe und das wohl erst nach und nach fertig werden wird. Die Motte hat sich vom Weihnachtsmann „Bücher und andere Bücher“ gewünscht und diesen Wunsch wird er ihr herzlich gern erfüllen. Weil sie sich aber seit einiger Zeit gerne mit Mamas Sachen schmückt („Eine Prinzessin, Mama!“), habe ich ihr eine Verkleidekiste gebastelt. Darin sind ein paar bunte Mädchenkleider vom Flohmarkt, Ketten, ein rosa Haarreif und zwei alte Faschingskostüme aus meiner Kindheit, die die Oma glücklicherweise aufgehoben hat. Auch ein paar Katzenohren habe ich ihr gehäkelt und eine kleine Krone samt Pendant für den potenziellen Prinzen.

Viele andere Stücke sollen noch folgen, denn ich bin verliebt in dieses zauberhafte Buch:

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Zuerst den Feenhut? Oder das Waldcape? Oder doch die Ballettschuhe? Ach, da möchte man nochmal Kind sein…

Ein frohes, friedliches und gemütliches Weihnachtsfest wünscht euch

Ailis

 

Glück im Dezember

Der letzte Monat im Jahreslauf ist voller Freude. Die stillen Abendstunden vor dem glitzernden Tannenbaum, behaglich eingehüllt in kerzenleuchtende Dunkelheit. Bei Tee und Schokolade die letzten Geschenke basteln. Plätzchen backen mit dem Septembermädchen, das hoffentlich endlich seine Kindergarten-Dauererkältung los wird. Dämmerige Nachmittage auf dem Spielteppich verbringen, puzzeln, Bilderbücher lesen, während das Augustmädchen vergnügt zuschaut und sich auf das große Krabbeln vorbereitet. Neue Rituale ausdenken für ein kleines Mädchen, das Weihnachten zum ersten Mal richtig wahrnehmen wird – und hoffentlich den Zauber spürt. Die noch milde Luft genießen und trotzdem „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ singen. Und am letzten Abend den achten Jahrestag feiern und danke sagen, dass alles so ist, wie es ist.

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Und wir sehen schon den Stern

Weihnachtslied

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte

ein milder Stern herniederlacht;

vom Tannenwalde steigen Düfte

und hauchen durch die Winterlüfte

und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,

das ist die liebe Weihnachtszeit!

Ich höre fernher Kirchenglocken

mich lieblich, heimatlich verlocken

in märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,

anbetend, staunend muss ich stehn;

es sinkt auf meine Augenlider

ein goldner Kindertraum hernieder,

ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.

Theodor Storm

Ich wünsche Euch ein fröhliches, gemütliches Weihnachtsfest mit lauten Freudenjuchzern und stillem Glück im Angesicht all dessen, was uns geschenkt ist. Genießt die Zeit und lauscht auf den Zauberglöckchenklang in Euren Herzen…

Ailis

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Oh, es riecht gut…

Quarkstollen gehört bei uns so unbedingt zu Weihnachten wie der Adventskranz. Ich mag ihn noch ganz leicht warm und knusprig direkt vom Blech. Da keine Hefe drin ist, ist er kinderleicht zu backen und muss nicht durchziehen. Und weil wir heute bei Oma und Opa zum Essen eingeladen sind, habe ich den süßen Teil der Schlemmerei übernommen.

Beim Kochen arbeite ich chaotisch, aber beim Backen brauche ich Ordnung und Ästhetik. Deshalb habe ich mir alle Zutaten aus den Verpackungen in Schüsseln umgefüllt und abgewogen. Es kommen lauter gute Dinge hinein:

– 125g Butter

– 2 Eier

– 200g Zucker

– 2 Päckchen Vanillezucker

– 125g Mandeln

– 1 Prise Salz

– 1 Messerspitze Muskat

– 4 Esslöffel Rum

– abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone

– 250g Quark

– 250g Rosinen

– 100g Zitronat

– ca 500g Mehl

– 1 Päckchen Backpulver

Die Rosinen werden über Nacht in dem Rum eingeweicht, so werden sie schön saftig, und die, die aus dem Teig herausgucken, verbrennen nicht so schnell im Ofen. Der Alkohol verfliegt beim Backen fast gänzlich. Auch die restlichen Zutaten, insbesondere die Butter, sollten Zimmertemperatur haben, damit sie sich gut verarbeiten lassen.

Zuerst werden die flüssigen Zutaten mit den Händen vermischt, dann kommt alles weitere und zum Schluss nach und nach das Mehl hinzu. Je nach Mehlsorte ist gegebenenfalls mehr oder weniger nötig, um einen formbaren Teig zu erhalten, der nicht mehr klebt. Dieser wird zu einem Laib geformt, mit einem Messer eingeschnitten und gut eine Stunde bei 180°C gebacken. Ich stelle noch eine hitzebeständige Schüssel mit Wasser dazu, damit der Stollen innen saftig und außen knusprig wird.

Den knusprig braunen Stollen noch warm mit zerlassener Butter bepinseln und, wenn diese eingezogen ist, mit Puderzucker besieben. Jetzt braucht es nur noch eine fröhliche Kaffeerunde und es wird kein Krümel übrigbleiben!

Einen gemütlichen zweiten Advent wünscht Euch Ailis.