In meinem Garten – 30. Juli 2016

Durch den warmen, grillenzirpenden Abend klingt fern das Gebrumm der Mähdrescher und Traktoren. Erntezeit. Auch mein Liebster ist noch draußen, um die Ernte seines Vaters einbringen zu helfen. Ich war fast den ganzen Tag mit den Mädchen allein – keine Chance, irgendwas zu schaffen, nicht mal das Gemüse konnte ich gießen. Umso mehr genieße ich die kurzen ruhigen Abende. Pflücke hier eine Gurke, dort eine Tomate, einen Strauß Sonnenblumen für die Küche. Der Garten muss diesen Sommer fast ohne mich klarkommen. Nächstes Jahr, wenn das Augustmädchen nicht alle paar Minuten davor bewahrt werden muss, auf Steinen und Schnecken herumzukauen, bin ich wieder mit mehr Energie dabei…

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Trotz des minimalen Arbeitsaufwands gedeiht eigentlich alles recht gut. Die Gurken gehen gerade in die Vollen, die Tomaten werden endlich rot und auch meine Schnittblumen machen sich prima. Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal viel gemulcht, um nicht dauernd jäten zu müssen, und das ist ein voller Erfolg. Die Unkräuter, die es trotzdem durch die Mulchdecke schaffen, lassen sich mühelos ausreißen. Unter den Gurken und Kürbissen liegt Stroh, in den anderen Beeten habe ich Abschnitte aus dem Kräuterbeet verteilt.

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Ganz gespannt bin ich auf meinen Bantam-Mais, der kräftig dasteht, den habe ich zum ersten Mal. Auch ein Novum in meinem Garten: eine Charentais-Melone. Sie trägt ganze zwei Früchte! Ich hoffe, dass sie es bis zur Reife schaffen. Eingekocht wird dieses Jahr vorraussichtlich gar nichts. Außer Schüttelgurken.

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Aufgelesen

Fundstücke unseres Spaziergangs bei herrlich kühlem Sommerwetter:

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Wenn wir draußen sind kann ich mein Kind mit jeder Art von Essbarem begeistern, sie futtert erstaunlich experimentierfreudig alle Arten an Obst und Gemüse direkt von Strauch und Beet. An solch schönen Farben und Formen freue ich mich jedoch (noch?) meistens allein…

 

PS: Hallo frau hild und Melanie! Schön, dass ihr da seid!

In meinem Garten – 28. Juli

Erntezeit!

Wir hatten in den letzten Wochen äußerst ergiebigen Regen und teils tropische Temperaturen – der Garten explodiert geradezu. Ich habe viel gebuddelt, da ich im August kaum Zeit für Gartenarbeit haben werde.

Der blaue Lein, eher aus Neugier ausgesät, ist gerodet und trocknet nun munter auf dem Dachboden. Ich habe nur noch keine Ahnung, wie ich die Samen aus den Samenständen herausbekomme, ohne stundenlang fummeln zu müssen…

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Sehr glücklich bin ich mit meinen runden gelben Zucchini, die fein schmecken und auch optisch was hermachen. Die Pflanze wird mächtig bedrängt von einem Hokkaido-Kürbis, der alles überwuchern würde, wenn ich ihm nicht ab und zu die Fangarme kürze. Aber auf die Ernte bin ich echt gespannt!

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Im Kräuterbeet blühen Eibisch, Lavendel, Minze, Melisse und Oregano um die Wette – sehr zur Freude der Bienen, die sich fröhlich summend bedienen. Neu eingezogen ist eine weiße Melisse, die getrocknet deutlich intensiver duften soll als ihre zitronige Verwandte. Nebenan wohnen nun ein Bergbohnenkraut, ein echter Sonnenhut und eine Agastache mit dem tollen Namen Toronjil Mojito. Mal schauen, wie es ihr bei mir gefällt.

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Und das hier ist eine Pink-Lemonade-Heidelbeere. Schmeckt genauso lecker, wie sie aussieht!

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In meinem Garten – 17. Mai

Nachdem die kalte Sophie nun zu Besuch war, habe ich mich dieses Wochenende getraut meinen kleinen Fensterbrettdschungel ins Freie zu verlegen. Mit den Wildtomaten sind auch die Gurken, Zinnien und Sommerastern ausgezogen. Die Gurken haben den Umzug leider nicht überlebt, deshalb habe ich einfach direkt ins Beet nachgesät, nachdem ich den Rankzaun aus Weide fertig gebastelt hatte. Auch die Zinnien sind eindeutig zu lang geworden auf der Fensterbank. Deshalb setze ich heute als ersten Punkt auf meinen Gartenplan fürs’s nächste Jahr: Vorziehen (mit Ausnahme der Tomaten) streng verboten! Auch wenn es mich noch so sehr nach Grün sehnt, die Pflanzen, die ich direkt im Freiland gezogen habe, sind einfach deutlich kräftiger und robuster geworden.

So, und nun komme ich nach amtlicher Zählung auf 17 Gemüsesorten (Radies, Zucchini, Kürbis, Dicke Bohnen, Mangold, Möhren, Rote Beete, Fenchel, Rauke, Salat, Tomaten, Gurken, Bohnen, Erbsen, Zwiebeln, Kohlrabi, Melde) und 9 Blumenarten  im Wachsen und Werden. Die Radieschen haben uns schon mit der ersten Ernte beglückt, als nächstes ist wohl die Melde dran, die ich dieses Jahr zum ersten Mal im Garten habe. Gestern habe ich das Internet nach einem einfachen Rezept durchforstet, außer einer Quiche aber nichts gefunden. Für Inspiration bin ich sehr dankbar!

Mein Kräuterbeet sah in den letzten Wochen sehr kümmerlich aus, und tatsächlich sind mir im Winter ein paar Pflanzen erfroren. Zeit für eine größere Bestellung beim Kräuterdealer. Eine Pimpinelle habe ich diese Woche auf dem Markt erstanden; ich finde ihre filigranen Blätter sehr hübsch und esse sie gerne zum Salat. Meine im letzten Jahr gepflanzten Heidelbeeren blühen gerade, ich bin so gespannt auf die erste Ernte! Auch die Erd- und Himbeeren tragen verheißungsvoll… Und jeder sonnige Tag bringt uns dem Schlaraffenland ein wenig näher.

Ein herzlicher Gruß an alle Gartenfreunde,

Ailis

PS: Hallo almathun, hallo Erich Andreas Brokans, herzlich willkommen bei mir!

 

Vaters Tag

Heute morgen haben wir unseren vorfreudig zappelnden Papa zur alljährlichen Wandertour mit den Studienkumpels abgeliefert und abends einen müden, glücklichen Mann mit Strohhut wieder abgeholt. Dazwischen lag für uns Mädels ein fauler, sonniger, angenehm kühler Maitag in Omas und Opas Garten. Mit frisch geerntetem Salat zum Mittagessen, Dösen unterm Fliederbusch, Kranzflechten mit Gänseblümchen und jeder Menge Gießkannenspaß für den kleinen Menschen. Wie froh und dankbar bin ich, dass das Leben mir solche Tage schenkt!