Kinderkunst – Washi-Tape-Ausmalbild

An manchen Tagen stehe ich vor der Herausforderung, meine Mädchen zwei bis drei Stunden im Kinderzimmer zu beschäftigen. Das ist gar nicht so leicht, denn die Aufmerksamkeitsspanne der Kleinen ist natürlich noch kurz, gleichwohl will und soll sie in alle unsere Aktivitäten einbezogen sein. Weil das Septembermädchen sehr gern malt und kleckst bin ich dazu übergegangen, ihr kleine Kunstprojekte vorzubereiten, die sie mit etwas Anleitung selbst fertig machen kann. Damit habe ich tolle Erfahrungen gemacht und meine Große ist immer sehr stolz auf ihr Werk, daher möchte ich ab und an mal zeigen, was wir so machen.

Heute also: Washi-Tape. Man kann das Ausmalbild schon fertig vorbereiten oder es zusammen mit dem Kind kleben, wenn es schon gut mit der Schere umgehen kann.

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Und dann: ausmalen. Buntstifte, Faserstifte, Wasserfarben, wie es beliebt. Die Kleine räumt währenddessen mit Begeisterung Stifte aus und ein.

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Zum Schluss nur noch das Klebeband abzupfen – tadaaaa!

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Spielend lernen – Knopfkette

Mit Knöpfen steht das Septembermädchen noch ein wenig auf Kriegsfuß, deshalb habe ich ihr eine kleine Knopfkette aus Filz gebastelt, die –  wenn die Knöpfarbeit vollendet ist – auch noch zum Schmücken (sich selbst beispielsweise) verwendet werden kann. Bei so herrlich bunten, weichen Ringen sind die kleinen Hände dann wieder gern dabei!

Auf der Nadelspitze – Sternenteppich

Dieses Frühjahr wird ziemlich babyreich. Allein im Kollegenkreis meines Mannes haben sich drei neue Erdenbürger angekündigt. Für zwei besonders liebe Freunde und den kleinen Mann, den sie in wenigen Tagen begrüßen dürfen, habe ich mich an ein Großprojekt gewagt: einen Teppich in Sternenform aus Jerseygarn. Die werdende Mama ist einer von diesen Menschen, die bereits lange im Voraus einen genauen Plan von allem im Kopf haben. Das Kinderzimmer ist komplett durchgestaltet mit einem coolen Raketen-Wandbild und vielen selbstgenähten Sternenaccessoires. Ich habe staunend davor gestanden und mich insgeheim gefreut, dass ich die Farben so gut getroffen habe.

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Ich arbeite zum ersten Mal mit Jerseygarn und bin zugleich begeistert (weil man so schnell ein Ergebnis sieht) und frustriert (weil es so anstrengend ist). Nach einiger Recherche habe ich mich für Next ReCotton von der Wollfactory entschieden und bin mit der Qualität wirklich zufrieden.

IMG_9317Außerdem gefällt mir auch der Nachhaltigkeitsgedanke, denn Jerseygarn wird aus Überschüssen der Textilindustrie gefertigt. Das Modell stammt aus meinem Lieblingshäkelbuch. Und während ich hier sitze und auf die letzte Zacke hinarbeite, sind in meinem Kopf schon wieder drei andere Projekte im Entstehen.

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Quarantänestation

Die dritte Woche in Folge habe ich die Motte nun schon krank zu Hause. Auf eine hartnäckige Bronchitis folgte ohne Pause eine richtig gemeine Virusinfektion. Fünf Tage Fieber, eine Woche Schmerzen. Als Mutter steht man nahezu hilflos vor dem kleinen Elend. Bleibt nur zu hoffen, dass unsere Kleine verschont bleibt, die Inkubationszeit ist noch nicht vorüber.

Um mein krankes Hühnchen abzulenken, habe ich tief in die Trickkiste greifen müssen. Sehr hilfreich waren mir dabei diese beiden Bücher, die schon lange darauf warteten, mal zum Einsatz zu kommen:

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Mit einem guten Plan für den Tag war ich schon deutlich entspannter. Wir haben…

Geknetet (Flüssige Lebensmittelfarbe ist allerdings kein tolles Knetefärbemittel. Da muss ich mal weitersuchen.)

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Ein lebensgroßes Septembermädchen gemalt.

IMG_8987Einen kleinen Küchengarten angelegt. Und täglich gegossen und beobachtet, wie aus einem Samen eine kleine Pflanze wird.

IMG_9035 IMG_9042 IMG_9052Gebacken. (Dazu später mehr.)

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Vogelfuttermuffins gemacht.

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Und möglichst viel frische Luft geschnappt.

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Und nun wünsche ich mir warme Sonnenstrahlen und einen normalen Alltag!

 

 

Im Kinderatelier

Seit Kurzem hat die Motte ein Kinderatelier. Naja, einen Maltisch also. Ich wollte ausprobieren wie sie damit zurechtkommt, wenn ich ihr Stifte, Papier, Pinsel und Farbe dauerhaft zur freien Verfügung stelle. Es war mir zu anstrengend, ihr jedesmal den Arbeitsplatz vorzubereiten. Und ich finde es bremst auch die Kreativität, wenn man sich sein Material erst mühsam zusammensuchen muss.

Den (Couch-)Tisch haben wir vom Dachboden geholt; er gehörte ihrer Uroma, sie hätte sich bestimmt gefreut zu sehen, wozu er noch gut ist. Er ist sogar höhenverstellbar und hat in der untersten Position genau die richtige Größe. Als sie ihre neuen Faserstifte entdeckte, gab es kein Halten mehr. Ich fand bunte Striche auf der Sofadecke, auf den Küchenstühlen, auf ihren Händen… Wir redeten darüber, wo gemalt wird (auf dem Papier) und wo nicht (überall sonst) und sie hält sich fast immer daran. Als sie vor vielen Wochen ihre erste Schere bekam und schneiden lernte, hat sie in einem Akt tiefster Konzentration ihre neue Hose zerlöchert. Ich hatte mich sehr geärgert, aber dem Drang widerstanden ihr die Schere wieder wegzunehmen. Sie hat sowas nie wieder getan.

Heute gab ich ihr auch ein paar Stempel und eine Rolle Washi-Tape. Ich staune immer wieder, wie schnell ein so kleiner Mensch mit etwas Neuem zurechtkommt!

Morgen kommt der Weihnachtsmann

Dieses Jahr liege ich erstaunlich gut in der Zeit. Alle Gaben an meine Lieben liegen fertig verpackt unterm Tannenbaum, und das schon eine ganze Weile. Am liebsten würde ich ja nur Selbstgemachtes verschenken, aber realistisch betrachtet war das dieses Jahr nicht drin. Die Omas und Opas bekommen mit bunten Kinderhänden bedruckte Geschirrtücher, und auch ein paar meiner Bienenwachskerzen warten auf ihren Einsatz.

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In den letzten Tagen habe ich mich in aller Ruhe dem allerletzten Projekt gewidmet, das ich schon lange im Kopf habe und das wohl erst nach und nach fertig werden wird. Die Motte hat sich vom Weihnachtsmann „Bücher und andere Bücher“ gewünscht und diesen Wunsch wird er ihr herzlich gern erfüllen. Weil sie sich aber seit einiger Zeit gerne mit Mamas Sachen schmückt („Eine Prinzessin, Mama!“), habe ich ihr eine Verkleidekiste gebastelt. Darin sind ein paar bunte Mädchenkleider vom Flohmarkt, Ketten, ein rosa Haarreif und zwei alte Faschingskostüme aus meiner Kindheit, die die Oma glücklicherweise aufgehoben hat. Auch ein paar Katzenohren habe ich ihr gehäkelt und eine kleine Krone samt Pendant für den potenziellen Prinzen.

Viele andere Stücke sollen noch folgen, denn ich bin verliebt in dieses zauberhafte Buch:

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Zuerst den Feenhut? Oder das Waldcape? Oder doch die Ballettschuhe? Ach, da möchte man nochmal Kind sein…

Ein frohes, friedliches und gemütliches Weihnachtsfest wünscht euch

Ailis