Ein paar Schritte weiter

Manchmal braucht es ein wenig Entsetzen, um den eigenen Überzeugungen im Alltag wieder gerecht zu werden. Zwei angespannte Stunden, in denen ich mir den Film Plastic Planet ansah, haben gereicht.

Zum Glück hat mir der Osterhase ganz unverhofft ein Buch geschenkt, das mich zum Nachdenken bringt und hoffentlich auch wieder zu diszipliniertem Handeln nach den schon lange notierten Zielen: Besser leben ohne Plastik von Anneliese Bunk und Nadine Schubert aus dem oekom verlag.

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In vielen Sachen bin ich ja schon ein alter Hase. Duschen mit Seife, Einfrieren in Glasbehältern, Einkaufstasche immer dabei. Die größten Schwierigkeiten bereitet mir aber der plastikfreie Einkauf. Der Wochenmarkt und der nächste Bioladen sind jeweils eine halbe Stunde entfernt, schwierig mit Stillbaby und Kleinkind im Schlepptau. Der Supermarkt in der Nähe hat eine große Auswahl an Bioprodukten, oft in Plastik verpackt. Bio, regional und plastikfrei einkaufen, das ist fast wie die Quadratur des Kreises. Kaufe ich Biogemüse aus Spanien in Plastikhülle? Oder die konventionelle, sicher pestizidbelastete Ware des Gemüsehofes nebenan? Bionudeln in Kunststoffverpackung? Oder die  italienischen in der blauen Pappschachtel?

Die Lösung liegt für mich im Selbermachen, wofür in meinem Alltag momentan wenig Spielraum ist. Aber so nach und nach ein paar Gewohnheiten umstellen, Kosmetika und Reiniger selbst machen und wieder bewusster einkaufen, das kann ich.

Einstweilen lese ich hier die tollen Tipps, klicke mich durch Links und Bezugsquellen und habe jubelnd entdeckt, dass auch in meiner Stadt ein Unverpackt-Laden an den Start gehen soll. Wohooo!

Danke lieber Hasen-Franz, für dieses tolle Buch!

3 Gedanken zu “Ein paar Schritte weiter

  1. Den Zwiespalt ob bio oder plastikfrei hab ich auch immer! Und bei den Nudeln genauso, aber da werde ich in Zukunft statt den blauen wieder Vollkorn und dafür leider in Plastik kaufen bis ich eine bessere Alternative finde…

    • Ich habe mir heute einen Katalog von lavialla bestellt, das ist ein italienischer Nudelhersteller. Laut eigener Aussage produzieren die bio und liefern CO2-neutral in Papp-Verpackung. Wenn man bedenkt, dass Italien deutschen Weizen zur Nudelherstellung importiert, schmerzt auch der lange Transportweg nicht mehr so sehr. Vielleicht ist das ja auch was für dich. Ansosnten werden wir wohl weiterhin bei jedem Einkauf vor der Qual der Wahl stehen ;o) Liebe Grüße, Ailis.

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