Ailis liest – im März

Ich nenne den März den Warte-Monat. Warten auf Sonne, Licht und Wärme. Bei jedem Spaziergang entdecke ich neue grüne Blättchen, hier einen Klecks Bunt, dort erste Triebe unter braunen Blättern. Wenn dann der erste wirklich warme Tag da ist und ein satter Frühlingsregen diesen herrlich erdigen Duft nach neuem Leben hervorbringt, dann dauert es oft nur wenige Tage, bis die Natur förmlich explodiert – und der Winter endgültig vorbei ist.

Dieses Gefühl ungeduldigen Wartens habe ich wunderbar in „Und dann ist Frühling!“ von Julie Fogliano und Erin E. Stead illustriert gefunden und gleich für unseren Bücherkorb bestellt. Ich muss zugeben, dass ich mit dem Text nicht warm werde. Er ist in der Du-Form geschrieben und manche Sätze ziehen sich über mehrere Seiten, ungeeignet zum Vorlesen für eine Zweieinhalbjährige. Aber die Illustrationen! Mit viel Witz und Liebe zum Detail begleiten sie einen kleinen Jungen und seinen Hund in den Frühling. Am Anfang hat er noch eine Mütze auf und die Nase ist rot von der Kälte, auf der letzten Seite springt er in kurzen Hosen und barfuss durch sein Gärtchen.

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Auch in Bullerbü ist es Frühling geworden, und der wird mit allen Sinnen genossen. Durch Pfützen springen, Boote segeln lassen, Anemonen und Leberblümchen pflücken, Lämmchen streicheln und um das Frühlingsfeuer tanzen…

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Wenn ich eine fremde Stadt erkunde, habe ich als erstes Ziel: die Buchhandlung(en) suchen. Mein Liebster weiß, dass er eine Weile auf mich warten muss, wenn ich darin verschwunden bin. Neulich lag das hübsche kleine Städtchen Pößneck auf unserem Weg, und dort habe ich, in einem klitzkleinen Laden vollgestopft mit den herrlichsten Büchern „Hans Fröhlich und das Vogelhaus“ entdeckt. Ich liebe die Illustrationen von Ingeborg Meyer-Rey und die bezaubernde Geschichte von der Vogelscheuche Auguste, die die Starenfamilie vor der Katze rettet, ist zeitlos schön.

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„Conni und der Osterhase“ kann ich mittlerweile auswendig. Weil Ostern aber mehr ist als Schokohasen und bunte Eier, habe die Ostergeschichte in der Ausgabe von Coppenrath gekauft. Ich war ein bisschen unsicher, ob das zu schwere Kost für das Septembermädchen wäre, aber die Geschichte gefällt ihr erstaunlich gut.

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Mein Bücherstapel ist leider unverändert hoch, seit die Motte im Januar so krank geworden ist. Ein bisschen geschmökert habe ich hin und wieder in „Mit Kindern malen“ von Freya Jaffke, weil ich einfach mal wissen wollte, ob ich das Thema bei uns richtig angehe. Was sage ich, wenn mir mein Kind ein Bild bringt, wie kann ich seine Phantasie beim Malen anregen? Hier habe ich einige Antworten gefunden, auch wenn der Text und die Bilder etwas altmodisch sind.

Durch Zufall habe ich noch „Bildungsräume für Kinder von Null bis Drei“ entdeckt und gebraucht erstanden, weil mich momentan das Thema spielzeugreduziertes/ spielzeugfreies Kinderzimmer umtreibt. Die Motte spielt gerade am liebsten mit einer kleinen Babydecke von ihrer Schwester. Einwickeln, verstecken, Umhang, Picknickdecke. So einfach kann es manchmal sein.

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5 Gedanken zu “Ailis liest – im März

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