Im Kinderatelier

Seit Kurzem hat die Motte ein Kinderatelier. Naja, einen Maltisch also. Ich wollte ausprobieren wie sie damit zurechtkommt, wenn ich ihr Stifte, Papier, Pinsel und Farbe dauerhaft zur freien Verfügung stelle. Es war mir zu anstrengend, ihr jedesmal den Arbeitsplatz vorzubereiten. Und ich finde es bremst auch die Kreativität, wenn man sich sein Material erst mühsam zusammensuchen muss.

Den (Couch-)Tisch haben wir vom Dachboden geholt; er gehörte ihrer Uroma, sie hätte sich bestimmt gefreut zu sehen, wozu er noch gut ist. Er ist sogar höhenverstellbar und hat in der untersten Position genau die richtige Größe. Als sie ihre neuen Faserstifte entdeckte, gab es kein Halten mehr. Ich fand bunte Striche auf der Sofadecke, auf den Küchenstühlen, auf ihren Händen… Wir redeten darüber, wo gemalt wird (auf dem Papier) und wo nicht (überall sonst) und sie hält sich fast immer daran. Als sie vor vielen Wochen ihre erste Schere bekam und schneiden lernte, hat sie in einem Akt tiefster Konzentration ihre neue Hose zerlöchert. Ich hatte mich sehr geärgert, aber dem Drang widerstanden ihr die Schere wieder wegzunehmen. Sie hat sowas nie wieder getan.

Heute gab ich ihr auch ein paar Stempel und eine Rolle Washi-Tape. Ich staune immer wieder, wie schnell ein so kleiner Mensch mit etwas Neuem zurechtkommt!

3 Gedanken zu “Im Kinderatelier

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