Zauberblüten

Wenn Ende April, Anfang Mai in meiner Heimat die Obstbäume zu blühen beginnen, ist das für mich eine magische Zeit. So oft es geht bin ich dann im Garten oder mache eine Spaziergang durch die Obstanlagen. Kirschen, Äpfel, Pflaumen und Mirabellen tragen ihre Brautkleider, es liegt ein Summen und Zwitschern in der Luft und der warme Wind trägt den zarten Blütenduft zu mir. Als ich ein Kind war glaubte ich immer, in einem verzauberten Schlossgarten zu sein, wenn die Blütenblätter wie Schnee durch die Luft schwebten…

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Während im Erwerbsobstanbau heute fast ausschließlich Spalierobst gepflanzt wird, gab es in meiner Kindheit sehr viele Anlagen mit majestätisch großen Bäumen. Dort mit einer Leiter hineinzuklettern und Obst zu pflücken ist sehr harte Arbeit. Und obwohl ich die Bauern, die wirtschaftlich handeln müssen, verstehen kann, hat es mir oft weh getan mit anzusehen, wie eine alte Anlage nach der anderen gerodet und geschreddert wurde. Diese zwei Reihen alter Kirschbäume sind übrig gelieben, und ich hoffe, dass ich noch viele Jahre unter ihnen spazieren darf.

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6 Gedanken zu “Zauberblüten

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