Die Entdeckung der Sprache

So möchte ich auch mal aufwachen: Augen auf, aufspringen wie eine Feder und sofort loslegen. Mama, Papa, wauwau, heia? Mama!

Unser kleines Mädchen hat, nachdem das Laufen auf zwei Beinen zur Normalität für sie geworden ist, nun auch begonnen, ihre Welt mit Hilfe der Sprache zu erobern. Initialzündung dazu war dieses Buch,

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das ich für sie besorgt hatte, als ich merkte, dass sie auf Fotografien viel stärker reagiert als auf Zeichnungen. In kürzester Zeit hat sie damit eine Menge Tierlaute erlernt. Mittlerweile haben wir die Buchreihe fast komplett zu Hause, in der ganzen Wohnung verteilt und täglich viel Freude daran.

Es ist wunderbar zu sehen, mit wie viel Neugier sie alles um sich herum betrachtet und einzuordnen versucht. Wir bemühen uns nun, sehr deutlich zu sprechen und all unser Tun mit Worten zu verbinden. Gestern versuchte ich, mit ihr zusammen einen Baum zu verschneiden, was sie langweilig fand, aber immerhin hat sie das Wort „Baum“ dabei gelernt. Heute leistete sie mir Gesellschaft, während ich das Mittagessen zubereitete, und untersuchte dabei den Deckel unseres Bio-Mülleimers. Die perfekte Gelegenheit, nebenbei „auf und zu“ zu üben. Manchmal bin ich total erstaunt, welche Parallelen sie zieht. Die Aubergine war bisher immer „Oba“, nun ist auch die Pflaume „Oba“, denn die Farbe ist ähnlich.

Abends lesen wir ihr aus Büchern vor, die eigentlich nicht für ihr Alter gedacht sind. Der Papa bevorzugt griechische Sagen, ich vergnüge mich gerade mit den DDR-Kindergeschichten-Sammlungen aus dem BELTZ-Verlag. Unserer Motte ist es (noch) egal, was sie zu hören bekommt, Hauptsache wir lesen ihr etwas vor. An den täglichen Ritualen hängt sie sehr, und ich hoffe, dass wir damit auch ihr Sprachempfinden positiv beeinflussen.

Am schönsten war für mich der Moment, als sie zum ersten Mal ihren Namen sagte. Seither hört sie nicht auf, ihr ganz eigenes Wort zu üben. Drei, fünf, zehn Mal nacheinander. Das sind die kleinen Höhepunkte des Elternseins…

3 Gedanken zu “Die Entdeckung der Sprache

  1. Schön, wie du es beschreibst und es lässt mich sofort an diese bezaubernde Zeit zurück denken. Auch wenn jedes Alter schöne Besonderheiten in sich trägt, finde ich die Phase des Sprache erlernen, etwas besonders Besonderes :-).
    Genießt weiterhin diese feinen und bunten Höhepunkte.

    • Ich vertraue Dir, wenn Du das sagst, ich habe ja noch keine Erfahrung mit den kommenden Entwicklungsschritten. Aber bezaubernd ist es, weil man ihr die Freude darüber, mit ihrer Umwelt kommunizieren zu können, bei jedem Wort ansieht. Dieses Strahlen, wenn sie wieder etwas Neues gelernt hat…unbezahlbar!!

      • Ja, unbezahlbar, das trifft es gut! Ich verrate dir, es folgen noch viele schöne Entwicklungsschritte, alle kenne ich auch noch nicht… 🙂

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