Spätsommer im Garten

Eigentlich bin ich noch nicht ganz bereit, mich vom Sommer zu verabschieden, aber es lässt sich nicht leugnen: die Welt beginnt, nach Herbst zu duften. Da ist der Pflaumenmusduft, der durch das Elternhaus zieht. Der Duft von Mamas Ölkuchen ebenda. Für so ein knuspriges, noch ofenwarmes Eckstück lese ich gerne einen Eimer Pflaumen auf… Im Garten duftet es nach regennasser Erde, nach Fallobst und Stroh. Die ersten Kirschbäume tragen rot gefärbtes Laub und ein wenig steigt nun doch in mir die Vorfreude auf die farbenfroheste Zeit des Jahres. Und auf diese wunderbaren, milden Altweibersommertage mit ihrem sanften, goldenen Licht.

Doch noch ist Sommer, noch beschenkt mich der Garten in Hülle und Fülle. Trotzdem habe ich beschlossen, für dieses Jahr ein Häkchen an die Einkocherei zu machen, denn die Regale sind voll, kein Glas ist mehr übrig und jede Menge andere Projekte warten. Was auf den Beeten noch steht, soll frisch verspeist werden. Mangold, Fenchel, Rote Rübchen, Möhren, Kürbis und Zucchini. Obwohl es eigentlich zu spät ihm Jahr war, habe ich nochmal Dicke Bohnen ausgesät. Sie blühen reichlich und duften herrlich, die Bienen freuen sich, und ich bin gespannt ob die Zeit noch reicht, um Früchte zu ernten. Auch meine ersten stachligen Freiland-Gemüsegurken habe ich abgeknipst und erfreut festgestellt, wie eine selbst gezogene Gurke schmecken kann. Frisch, grün, intensiv. Kein Vergleich mit denen aus den spanischen Treibhäusern…

Es ist wirklich Gold wert, einfach in den Garten gehen und sich das Mittagessen in den Korb legen zu können, denn unser Septembermädchen isst mittlerweile mit riesigem Appetit und lustvoll bei uns mit. Und sie ist nicht mäkelig, nein, es wird alles probiert, von der Brombeere bis zum Radieschen. Hoffentlich bleibt’s so!

 

 

3 Gedanken zu “Spätsommer im Garten

  1. Solche Bilder liebe ich sehe und kann nicht genug davon sehen.
    Meine kleine Schaukelinhaberin nascht auch alles was der Gartwnvzu bieten hat. Mit ansteckender Freude.
    Liebe Grüße an dich.

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